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Gewerkschaft - UNIA

Vorgeschichte der Unia

Die Gewerkschaft Unia ist in einer Fusion aus vier Vorgängergewerkschaften entstanden: dem SMUV, der GBI, dem VHTL und der unia. 

 

Nun ein Beispiel der Gewerkschaftsarbeit :

 

Die Gewerkschaft UNIA darf nicht mehr Sozialpartner bei der MIGROS sein, weil sie die "Herr im Haus Mentalität" des grössten Detailhändlers in der Schweiz nicht akzeptierte. 

Die nachfolgenden Abläufe sind mir als ehemaliger Präsident des VHTL Gruppe Migros Zürich bestens bekannt und noch in guter Erinnerung. Auch als Herr Birrer seines Zeichens Geschäftsleiter der GMZ fast ausgeflippt ist und mir eröffnete, dass sie bei einer Fusion mit dem VHTL resp. UNIA nichts mehr mit uns zu tun haben wollen !

 

Damit war die Bahn frei für ihr 10% Sparprogramm was viele Stellen kostete. Danke Mc Kinsey.

 

 

Chronologie Vertrags-Auseinandersetzung Migros - Unia

1973  Erster Landes-GAV für Migros-Angestellte, ohne nationale Mindestlöhne. Vertragspartner Arbeitnehmerseite: VHTL, KV, Metzgereipersonalverband MPV 
   
1998   SGB-Gewerkschaften lancieren Kampagne «Keine Löhne unter 3'000 Franken netto». Bei Migros liegen die tiefsten Löhne bei 2550 Franken pro Monat (Regionen TI, VS, ...) 
   
1999   VHTL beginnt tiefe Löhne verstärkt zu kritisieren, und will vergebens mit Migros-Genossenschaftsbund MGB Verhandlungen über Festlegung von Mindestlöhnen aufnehmen. 
   
2000   Die junge Dienstleistungsgewerkschaft unia wird – in Absprache mit VHTL – auch bei Migros aktiv. Tiefe Löhne, Arbeit auf Abruf etc. werden kritisiert. Die VHTL macht – nachdem auf Verhandlungsweg kein Fortschritt möglich war – die Tieflöhne öffentlich. Die Fernsehsendung «Rundschau» löst mit ihren Beiträgen über tiefe Löhne bei Migros ein grosses mediales Echo aus. 
   
2001  Aufgrund des öffentlichen Drucks werden nationale Mindestlöhne eingeführt: Per 1.1.2001 auf 3‘000 Franken und auf 1.1.2003 auf 3'300 Franken. 
   
2002   Erneuerung des GAV per 1.1.2003 mit Kündigungsmöglichkeit erstmals auf Ende 2004, Termin der voraussichtlichen Gründung der Gewerkschaft Unia 
   
2003   Migros verlangt in einem Kodex von ihren Lieferanten, dass sie die Gewerkschaftsfreiheiten respektieren und Zugang zu den Arbeitsstätten ermöglichen. 
   
Sommer 03   Unia und VHTL sammeln über 10'000 Unterschriften für eine Petition für bessere Löhne insbesondere bei erfahrenem und gelerntem Personal. 
   
Aug. 2003   Migros kündigt den L-GAV gegenüber VHTL auf Ende 2004. Begründung: Die Fusion zur Gewerkschaft Unia. 
   
Sept. 2003   Anschluss der Gewerkschaft Syna an den L-GAV, ohne Rücksprache mit den anderen Vertragspartner 
   
22. Jan. 04   Aktionstag der zukünftigen Unia vor über 200 Migros-Betrieben in rund 100 Orten mit der Forderung nach Respektierung der Koalitionsfreiheit. 
   
1. März 04   Erstes Treffen zwischen der Spitze der zukünftigen Unia und der Migros 
   
Juni, Sept., Nov. 2004   Vier Verhandlungsrunden. Diskutiert werden insbesondere die Wirkung des absoluten Arbeitsfriedens und die der Einbezug der Öffentlichkeit bei Konflikten. 
   
16. Okt. 04   Die Gewerkschaften VHTL, unia, GBI und SMUV fusionieren. 
   
Nov. 2004   Es wird zwischen den Delegationen eine unterschriftsreife Anschlussvereinbarung ausgehandelt. Diese soll von zuständigen Gremien von Unia und MGB ratifiziert werden. 
   
Dez. 2004   Der Zentralvorstand der Unia stimmt der Anschlussvereinbarung zu. 
   
04 Jan. 05   Die Verwaltung von Migros stimmt der Vereinbarung nicht zu. 
   
20. Jan. 05   Migros legt KV, syna MPK ein Protokoll über «Grundsätze des L-GAV» vor, das unter anderem den Ausschluss jeglicher öffentlichen Auseinandersetzung als Bestandteil des Arbeitsfriedens festhält. KV, Syna und MPK akzeptieren. 
   
Febr./März 2005   Unia wird über das Protokoll informiert. Neu muss Unia die darin festgehaltenen Grundsätze akzeptieren, um als Sozialpartnerin dem L-GAV beitreten zu können. 
   
6. April 05   Der Unia-ZV stimmt Anschlussvereinbarung zu, aber nicht dem Zusatzprotokoll. 
   
16. Aug. 05   Nach Vermittlungsversuchen fasst Unia gegenüber Migros nochmals ihre Position klar zusammen, welche eine Zustimmung zum «Maulkorb-Protokoll» ausschliesst. 
   
29. Aug. 05   Die Migros-Generaldirektion gibt schriftlich bekannt, dass sie auf ihrer Position beharrt. 
   
20. Okt. 05   Der ZV von Unia bleibt bei seiner Haltung. Migros verweigert auf dieser Basis den Beitritt von Unia zum L-GAV 
   
Juli 2006   Syna verlässt den Migros L-GAV – wegen Migros-Diktat und Maulkorb für Gewerkschaft 
   
Herbst 2006   Neuer L-GAV wird abgeschlossen mit KV und MPV. Kommuniziert werden bloss Fortschritte, verschwiegen alle Rückschritte (siehe auch Synopse unter «Vergleich GAV») 

 

 

Ab heute, dem 1. Juli 2008, erhöht die Migros für etwa 8000 Angestellte die Arbeitszeit von 41 auf 43 Stunden. Das ist eine massive Verschlechterung der Anstellungsbedingungen, zumal die geleistete Me...>> weiter

01.05.2008
Zahlreiche Teilnehmendean der Kundgebung in Bern

«Sozialer Fortschritt jetzt» ist das Motto des diesjährigen 1. Mai. Von der guten Wirtschaftslage der vergangenen Jahre haben die Arbeitnehmenden bisher kaum etwas zu spüren bekommen. Dies muss sich ändern. >> weiter

 

 

Migros - eine soziale Arbeitgeberin?

 

Die Demokratiebewegung

der Migros Eigentümer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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